Warum sollte es ein professioneller Fotograf sein und warum
ist dies Kostenaufwändig?
Um Sie zu erreichen, muss Ihr Fotograf das ganze Jahr über Werbung schalten. Ob im Internet, Hochzeitsmagazinen, auf Hochzeitsmessen, mit Flyern, Visitenkarten oder den Gelben Seiten, alle Werbemaßnahmen Kosten eine beträchtliche Summe Geld. Darüber hinaus muss er sich
gegenüber der sogenannten "Digitalen Seuche" durchsetzen. Nichts gegen die digitale Technik, es ist vielmehr damit gemeint, das sich manch einer eine Kameraausrüstung anschafft, sich eine Website erstellen lässt und meint nebenher schnelles Geld damit zu verdienen, Hochzeiten etc. zu fotografieren und gleichzeitig, zu einem Dumping Preis ohne Abgaben den Markt zerstört. Oder was auch immer öfter geschieht ist, das ja der Onkel oder eine andere Privatperson meint die Aufgabe bewältigen zu können. Dies sieht man erst später am Resultat, nur leider ist es dann zu spät. Natürlich gibt es auch gute Amateurfotografen, die es drauf haben, aber wie wollen Sie die Spreu vom Weizen trennen, hier ein paar Tipps:
- Arbeitet der Fotograf seriös und erhalten Sie eine schriftliche Auftragsbestätigung oder ein Modelvertrag?
- Sind Referenzen vorhanden? (gehen Sie bitte hier nicht von den Fotos auf deren Website aus, die müssen nicht immer von deren Arbeit stammen, es gibt genug Möglichkeiten Fotos aus dem Internet zu beziehen.)
- Ist ein Fotostudio vorhanden? (Nicht zwingend notwendig, wenn aber meist im Impressum oder Kontakt sichtbar)
- Ist eine umfassende Information vorhanden? Oder nur "hier bin ich, das Kostet es"
- Stimmt das Preisleistungsverhältnis? Ist der Preis zu günstig und der "Fotograf/in" beruft sich auf die Masse an Aufträgen und behauptet darum günstig zu sein, ist das Unrealistisch!
Vertrauen Sie sich einen Fotografen an der es professionell betreibt, denn er oder sie Wissen was sie tun und können auf alle Widrigkeiten, zum Beispiel ungünstige Lichtverhältnisse, oder Wetter Kreative reagieren. Gerade bei einer Hochzeit, Taufe etc. ist dies wichtig. Es gibt halt Situationen die man nicht einfach so Wiederholen kann, diese Momente sind für immer verloren.
Der Hochzeitsfotograf sollte mit professioneller Technik arbeiten, die einem im Gegensatz zur Amateurtechnik nicht im Stich lässt & dafür auch einen vielfach teureren Preis kostet. Zudem benötigt ein gut ausgestatteter Fotograf u.a. verschiedene Objektive (vom Weitwinkel für das Gruppenfoto bis zum Teleobjektiv für Brautpaarfotos), auch Ersatzkameras, Blitzgeräte, modernste Computertechnik & je nach seinem fotografischen Angebot die verschiedenen Arten von Kamerasystemen (Mittelformat, Kleinbild, analog, digital), mobile Blitzanlagen, etc. Um Ihnen ein großes Spektrum an fotografischen Möglichkeiten zu bieten, hat der ein professioneller Hochzeitsfotograf Fototechnik, was auch alles Verschleißteile sind und in regelmäßigen Abständen auch erneuert werden muss, im fünfstelligen Eurobereich zu betreiben. Diese Technik muss auch regelmäßig von Fachwerkstätten geprüft & justiert werden. Zu erwähnen sind auch die nicht unerheblichen Kosten für die Technikversicherung (Diebstahl etc.).
Nicht zu vergessen sind die laufenden Kosten für die Arbeitsräume, ein Auto mit Versicherungen etc., Internet- & Telefonanschluss, Strom, Präsentationsmaterial wie zum Beispiel ein Laptop die regelmäßig erneuert werden sollten, Arbeitsbekleidung, etc.
Zeitaufwand für die Nachbearbeitung?
Allgemein sollte die Nachbearbeitung Ihrer Hochzeitsfotos nicht länger als drei Wochen dauern. Die Bearbeitungszeit hängt von zwei Faktoren ab:
a) welche Fotowünsche Sie haben & wie kreativ der Fotograf in der Fotonachbearbeitung ist, z.B. Collagen.
b) wie ausgelastet Ihr Hochzeitsfotograf mit anderen Terminen ist.
Die digitale Fotonachbearbeitung benötigt bei fachgerechter Ausführung mindestens doppelt so lang, wie der Fotograf am Tag der Hochzeit für Sie tätig war. Bei einem Acht-Stunden Termin beispielsweise braucht der Fotodesigner für die Nachbearbeitung durchschnittlich ca. zwanzig Arbeitsstunden. Dieser muss manuell z.B. ca. 1000 Fotodateien Öffnen bzw. laden & dann die gelungenen Aufnahmen selektieren, bearbeiten (z.B. die Tonwerte, Helligkeit & den Kontrast optimieren) & letztendlich werden ca. 700 Aufnahmen auf DVD gebrannt.
High-End-Hochzeitsfotografie
Wenn jedes Motiv einer Serie identische Einstellungen bedarf oder ein einzelnes Stillleben im Fotostudio geschossen wird, dann hat der Fotograf im Vorfeld die Möglichkeit, alles absolut perfekt zu bestimmen & somit wird die Notwendigkeit für das RAW-Format geringer. Die praktische Hochzeitsfotografie On-Location bietet permanent andere Lichtsituationen, von daher ist es nicht möglich alle Parameter perfekt zu kontrollieren. Ein guter Fotograf steuert die Parameter Blende, Verschlusszeit, Empfindlichkeit & Blitzlichtdosierung manuell und sollte in der Regel auch in Stresssituationen immer mit geringer Toleranz die optimalen Werte einstellen, jedoch weitere Faktoren wie Scharfzeichnung, Sättigung, Farbraum, Weißabgleich, Belichtungs-, Tonwert- & Farbkorrektur lassen sich nicht ohne weiteres in der Eile vor Ort kontrollieren.
Aufgrund dieser Tatsache ist prinzipiell eine Nachbearbeitung von Digitalfotos erforderlich & dies ist sowohl bei JPEG-Fotos als auch bei RAW-Fotos möglich. Der Unterschied besteht darin, dass das RAW-Format mehr Spielraum bietet.
Im Bereich der High-End-Fotografie (hochwertige Werbung etc.) wird in jedem Fall das RAW-Format verwendet, da ein Profifotograf immer darin bestrebt ist, dass letzte Quäntchen Qualität aus seinen Bildern herauszuholen.
Das JPEG-Format hat im professionellen Bereich vor allem dort seine Berechtigung, wo Zeit- & Produktionskosten an erster Stelle stehen (z.B. Pressefotografie).
Mit freundlichem Gruß, Tom Tabery